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31.03.2026

KI am Arbeitsplatz

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz schreitet in den USA deutlich schneller voran als in Europa. 

Laut einer Untersuchung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) nutzen in den USA 43 Prozent der Beschäftigten KI am Arbeitsplatz, in Europa sind es durchschnittlich nur 32 Prozent. In Deutschland liegt der Wert bei 32 Prozent, während das Vereinigte Königreich mit 36 Prozent an der Spitze steht und Italien mit 26 Prozent das Schlusslicht bildet. Noch deutlicher wird die Lücke bei der Nutzungsintensität: In den USA entfallen fünf Prozent der Arbeitszeit auf KI, in Deutschland, Frankreich und Italien sind es weniger als ein Drittel dieses Werts. 

Die Unterschiede haben direkte Auswirkungen auf die Produktivität. Beschäftigte, die KI nutzen, sparen im Schnitt fünf bis sechs Prozent ihrer Arbeitszeit. Auf makroökonomischer Ebene zeigt sich, dass eine um zehn Prozentpunkte höhere KI-Nutzung in einem Sektor das Produktivitätswachstum um zwei bis fünf Prozentpunkte steigert. 

Ein zentraler Faktor für die Unterschiede ist das Management: Wo Unternehmen KI-Tools bereitstellen und ihre Nutzung aktiv fördern, steigt die Akzeptanz unter den Beschäftigten. Die Studie unterstreicht, dass gezielte Investitionen in KI und digitale Kompetenzen notwendig sind, um die Produktivität zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.