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Geschlechtersensible Medizin: Frauen und Männer benötigen andere Behandlungsansätze
Die geschlechtersensible Medizin gewinnt auch in der Herzchirurgie zunehmend an Bedeutung. Studien zeigen, dass Frauen nach Herzinfarkten oder Bypass-Operationen oft schlechtere Prognosen haben als Männer.
Die Herzchirurgie steht vor der Herausforderung, geschlechtsspezifische Unterschiede stärker zu berücksichtigen. Wie Professorin Anna Meyer, Leitende Oberärztin an der Klinik für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), im Interview betont, gibt es erwiesene medizinische Unterschiede zwischen Patientinnen und Patienten. So äußern sich etwa die Symptome eines Herzinfarkts bei Frauen häufig anders als bei Männern: Statt klassischer Brustschmerzen treten bei ihnen öfter Rücken-, Nacken- oder Kieferschmerzen auf. Zudem ist die Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt bei Frauen im ersten Jahr 1,5-fach höher. Auch bei aortokoronaren Bypass-Operationen zeigen Studien, dass Frauen häufiger Komplikationen erleben und eine schlechtere Prognose haben.
Von unterschiedlicher Bezahlung von Frauen und Männern, dem Gender -Pay-Gap, bis zur medizinischen Versorgung: Man sollte sich der geschlechtsspezifischen Unterschiede bewusst sein, um individuell für die eigene Zukunft optimal vorsorgen zu können. Wir beraten Sie dazu gerne.
