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20.06.2026

Hitze und Herz: Vorsichtsmaßnahmen für Menschen mit Herzerkrankungen

Extreme Hitze belastet besonders Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Deutsche Herzstiftung warnt vor den Risiken und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Betroffene.

Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius kann der Körper von Menschen mit Herzerkrankungen wie Herzschwäche, koronarer Herzkrankheit oder Bluthochdruck überlastet werden. Das körpereigene Kühlsystem ist bei ihnen oft eingeschränkt, was zu Muskelkrämpfen, Schwindel, Blutdruckabfall oder sogar Herzrhythmusstörungen führen kann.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Patienten, die wassertreibende Medikamente (Diuretika) oder Blutdrucksenker einnehmen. Hitze kann den Blutdruck sowohl erhöhen als auch stark absenken, was zu Ohnmacht oder Kreislaufkollaps führen kann. Betroffene sollten daher ihren Blutdruck regelmäßig messen und bei Werten unter 100 mmHg (systolisch) ärztlichen Rat einholen. Dosierungsänderungen von Medikamenten dürfen nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt vorgenommen werden.

Für Patienten mit Herzschwäche ist eine kontrollierte Flüssigkeitszufuhr entscheidend: Zu wenig Trinken kann zu Dehydrierung führen, zu viel Flüssigkeit die Herzleistung verschlechtern. Ein tägliches Wiegen, besonders morgens vor dem Frühstück, hilft, die Flüssigkeitsbilanz im Blick zu behalten. Bei einer Gewichtszunahme von mehr als 1 kg über Nacht, 2 kg innerhalb von drei Tagen oder 2,5 kg in einer Woche sollte der Arzt kontaktiert werden.

Für Verbraucher mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es ratsam, sich frühzeitig über mögliche Unterstützungsangebote der Kranken- und Pflegeversicherung zu informieren. Viele Kassen übernehmen Kosten für Hausnotrufsysteme, ambulante Pflegedienste oder Schulungen für Angehörige, die im Notfall helfen können. Ein Gespräch mit der eigenen Versicherung kann Klarheit über verfügbare Leistungen schaffen.