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Studie untersucht Einstellungen zur digitalen Auszeit
Eine neue Skala soll messen, wie positiv Menschen gegenüber einer zeitweisen Reduzierung ihrer digitalen Nutzung eingestellt sind. Die Ergebnisse deuten auf einen Zusammenhang mit Selbstkontrolle, Achtsamkeit und dem tatsächlichen Online-Verhalten hin.
Forschende der University of Bath und der Goethe-Universität Frankfurt haben ein Messinstrument zur Einstellung gegenüber einer digitalen Auszeit entwickelt. Die aus sieben Fragen bestehende Skala „Attitude toward Digital Detox“ soll erfassen, wie offen Menschen für eine vorübergehende Reduzierung ihrer digitalen Aktivitäten sind.
Die Einstellung zur digitalen Auszeit hängt unter anderem mit Achtsamkeit und Selbstbeherrschung zusammen. Sie lässt zudem Rückschlüsse darauf zu, wie viel Zeit Teilnehmende mit Online-Videos verbrachten. Die Forschenden sehen darin einen möglichen Ansatz, um besser zu verstehen, warum sich manche Menschen leichter vom Internet, von sozialen Medien oder digitalen Geräten abgrenzen können als andere.
Der Begriff „digitale Entgiftung“ bezeichnet die bewusste Einschränkung der Nutzung digitaler Geräte und Dienste für einen bestimmten Zeitraum. Hintergrund ist die wachsende Zahl an Arbeits-E-Mails, Nachrichten, Push-Benachrichtigungen und automatisierten Empfehlungen, die um die Aufmerksamkeit der Nutzerinnen und Nutzer konkurrieren.
Für Versicherte kann das Thema insbesondere beim Umgang mit digitalen Kundenportalen, Gesundheits-Apps und automatisierten Benachrichtigungen relevant sein. Eine bewusste Auswahl der genutzten Dienste kann helfen, den Überblick über Vertragsinformationen und Fristen zu behalten. Zugleich sollten Anbieter klar erkennbar machen, welche Mitteilungen für den Versicherungsschutz wichtig sind und welche lediglich Service- oder Werbezwecken dienen.
